Die Tongruppe

Unser Gartenhaus wird zum Tonatelier!

 

Hier treffen sich die Kinder die Lust haben, einmal pro Woche, und nach Möglichkeit  auch öfter, um mit dem Material „TON“ zu arbeiten.  Bei schönem Wetter arbeiten wir auch sehr gerne draußen. 

Warum Ton?

Ton ist ein Naturprodukt, welches in der pädagogischen Arbeit sehr gut einsetzbar ist. Die Kinder nehmen das Material gerne an, weil es sie dazu anregt, ihre Spuren zu hinterlassen, selbst etwas aktiv zu gestalten, kreativ zu werden, sich mit einer Sache lange und ausdauernd zu beschäftigen.

Ton kann immer wieder verändert werden, es gibt dabei kein richtig oder falsch!

 

Es muss auch kein Produkt entstehen. Es kann sein, dass ein Kind zwei Stunden mit dem Ton beschäftigt ist, und dann alles wieder in die Kiste packt und fertig ist. Manchmal möchten die Kinder ihre Werke aber auch gerne anderen zeigen und ausstellen  und sind  sehr stolz darauf, was sie geschaffen haben.

 

 

Was kann ich mit Ton machen?

 

Die Kinder können frei wählen, welche Konsistenz des Tons sie bevorzugen. Es gibt verschiedene Phasen im Tonkreislauf. Es gibt harten Ton, den man raspeln und schleifen kann. Das kann ganz schön anstrengend sein. Daraus entsteht Tonmehl, der mit Wasser gemischt zu flüssiger Tonsahne wird. Damit kann man prima Tonbilder malen oder auch mal den ganzen Tisch einpinseln :O) .

Manche Kinder lieben es, ausgiebig mit ihren Händen in weichen, matschigen Ton zu wühlen, weil es sich auf der Haut so schön anfühlt, und sie ihren Körper dabei gut spüren können. Gerne werden die Arme eingerieben oder komplett eingetaucht.

Andere mögen den mittelfesten bis festen Ton  weil sie damit etwas gestalten können. Es entstehen Menschen, Tiere, Fantasiegestalten, Landschaften oder Häuser und manchmal auch ganze Geschichten!

Der formbare Ton kann auch in Stücke geteilt werden, er lässt sich rollen, durchbohren, aufeinanderstapeln und kann mit weiteren Naturmaterialien wie Steinen oder Ästen bestückt werden.

 

 

 

Die Kinder schlagen  ihn auch gerne mit den Fäusten oder Ellenbogen, auf den Tisch oder auf den Boden. Dabei verformt er sich und neue Gestalten entstehen. Das Schlagen des Tons kann Spannungen bei den Kindern lösen und macht sie ausgeglichener, um dann ruhig und konzentriert weiterzuarbeiten. Die beruhigende Wirkung auf manche Kinder ist auch nach der Arbeit im Atelier oft noch spürbar.  

 

 

Werkzeuge wie Raspeln, Feilen, Pinsel, Schwämme, Spachtel können von den Kindern selbständig benutzt werden.

 

Anschließend machen wir es wieder sauber und räumen es zurück an seinen Platz. 

 

 

 

Was bringt das?

Bei ihrer Arbeit am Ton können sich Kinder mit ihren aktuellen Themen, Gefühlen und Gedanken beschäftigen. Sie können alleine, zu zweit oder in Gruppen arbeiten. Das entscheiden die Kinder selber.

Bei der Einzelarbeit können sie sich ganz in ihr Tun vertiefen, konzentriert arbeiten, ihre eigenen Ideen umsetzen, ohne gestört zu werden, sie können selbstbestimmt handeln und ganz bei sich sein.

Bei der Gruppenarbeit wird das soziale Miteinander, das Einfühlungsvermögen, das Regelverständnis und der Gemeinschaftssinn der Kinder gestärkt.

 

  • Die Kinder können frei experimentieren und neue Erfahrungen sammeln!
  • Sie arbeiten mit ihren Händen und sind stolz auf das, was sie geschaffen haben!
  • Sie lernen den Umgang mit einem neuen Material kennen und werden dabei immer sicherer.
  • Sie lernen einen Plan umzusetzen und Probleme alleine oder mit Hilfe zu lösen.

 

Die Kinder erleben durch all das ihre Selbstwirksamkeit und können so ihr Selbstwertgefühl stärken, was für ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung besonders wichtig ist.

 

Die Kinder erforschen den Ton mit allen Sinnen, also Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und natürlich besonders mit dem Greifsinn.  Dabei werden unsere 3 Basissinne, d. h. der Hautsinn, der Gleichgewichtssinn und die Tiefenwahrnehmung besonders gefördert. 


Wer ist Ansprechpartner?

Den Kindern das Material „Ton“ näher bringen ist mir wichtig,  weil ich bemerkt habe, wie gerne viele Kinder sich damit beschäftigen und wie gut es ihnen tut. (aus den schon oben genannten Gründen ).

In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit dem Modellieren von Ton, und weiß daher, was für ein gutes Gefühl es ist, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen und sich dabei konzentriert und ausdauernd mit einer Sache zu beschäftigen!

 

Ich bin froh, dass ich eine 2 jährige Weiterbildung zu dem Thema „Pädagogische Arbeit mit Ton“ machen kann, in der ich alles lernen kann, was wichtig ist, um es den Kindern mit viel Spaß weiterzugeben.

 

Viele Grüße,

 

Katja Kranjec