Liebe Eltern,

anders als in den letzten Wochen kommuniziert, öffnet das Land NRW bereits ab dem 08.06.2020 für alle Kinder die Kindertagesstätten im eingeschränkten Regelbetrieb. Die Notbetreuung und damit verbundene gesonderte Absprache mit        systemrelevanten Berufsgruppen/Alleinerziehenden ist somit aufgehoben.                                                                                                                                           Eingeschränkter Regelbetrieb bedeutet, dass die von Ihnen gebuchten Stunden jeweils                                             um 10 Stunden reduziert werden.                                                                                                                                                                              Kinder mit 45 Std dürfen 35 Std kommen und Kinder mit 35 Std dann 25 Std.

 

Wir bieten Ihnen 2 Auswahlmöglichkeiten an:

Modell 1  25 Std:     a) 7 – 12 Uhr     oder     b) 8 – 13 Uhr

Modell 2  35 Std:      a) 7 - 14 Uhr      oder     b)  8 - 15 Uhr (nur für Berufstätige)

Die Kita schließt um 15 Uhr.

Diese Regelung gilt bis zum 31.08.2020

Wir nehmen zu Ihnen Kontakt auf und fragen die gewünschten Zeiten ab.

 

 

Wir werden die Bring- und Abholphasen anders gestalten, wie Sie es gewohnt sind:

Die Bringphase:

Die Kinder können bis 9 Uhr gebracht werden, danach schließen wir die Türen.

An alle Langschläfer: Es wird in dieser Zeit KEINE Ausnahmen geben.                                                                 

Die Grüne und Blaue Gruppe benutzt den Seiteneingang durch das Gartentor.                                               

Die Gelbe und Rote Gruppe wird den Haupteingang nutzen.                                                                             

Die Kinder dürfen von nur einer Person gebracht werden.                                                                       

Mundschutz ist für alle Erwachsenen Pflicht.                                                                                                  

Die Kinder benötigen keinen Mundschutz.                                                                                                            

Bitte achten Sie auf die Abstandshalter auf dem Boden.                                                                                         

An den Eingängen werden Helfer stehen, die Sie mit Ihren Kindern begleiten.

Die Abholphase:

Die Grünen und Blauen Kinder werden am Seiteneingang /Gartentor um 12 Uhr, 13 Uhr und 14 Uhr abgeholt.

Bitte achten Sie auf den Sicherheitsabstand.                                                                                                                                               

Die Roten und Gelben Kinder werden am Haupteingang um 12 Uhr, 13 Uhr und 14 Uhr abgeholt. 

Auch hier bitte den Abstand beachten.                                                                                                                                                                         Die Erzieher werden die Kinder zu den abgesprochenen Zeiten dort zu Ihnen bringen.                                  

Die Berufstätigen, die Ihre Kinder nach 14 Uhr abholen, schellen bitte am Haupteingang

und stellen sich an den Rahmen an der Glastür.

Die Bring und Abholphase wird auch zur Geduldsphase werden. Auch hier bitten wir Sie genügend Zeit einzuplanen.

 

Noch eine wichtige Information für alle:

Kinder mit Krankheitssymptomen dürfen nicht von uns betreut werden. Die Art und Ausprägung der Symptome ist dabei unerheblich. Die Kinder dürfen zudem nicht betreut werden, wenn Elternteile bzw andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Krankheitssymptome von COVID 19 aufweisen. Kinder, die während der Betreuung Krankheitssymptome zeigen, müssen umgehend abgeholt werden. Täglich unterschreiben die Eltern, dass Kind und Familie gesund sind.

 

Einige Dinge werden anders laufen, da wir uns an strenge Hygieneregeln halten müssen.                             

Nach einer kurzen Anlaufzeit werden wir auch wieder warmes Essen anbieten.                                               

Wir informieren Sie rechtzeitig.                         

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an.

Unsere Sommerferien werden wie geplant vom 20.07.- 07.08 stattfinden.                                                  

Die Woche vom 20.-24.07. bieten wir für berufstätige Eltern eine Notgruppe an.                                                                                                Hierfür melden Sie Ihr Kind bitte bis zum 10.06. bei uns an.

Am 12.06. haben wir unseren Brückentag und die Kita bleibt geschlossen.

Für uns ist diese Situation auch “Neuland“. Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht alles sofort reibungslos funktionieren kann.

Auch können einige Veränderungen im Laufe der Zeit auf Sie und uns zukommen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen allen einen guten Neustart.  

 

Das Regenbogenteam

 

 

 

 

An  die Eltern 

 in Nordrhein-Westfalen  

 

Schrittweise Öffnung der Kindertagesbetreuung 

 

 

Liebe Eltern, 

die Corona-Pandemie stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen. Insbesondere für Familien mit Kindern ist der Lock-Down eine enorme Belastung. Als Familienvater von zwei Töchtern weiß ich, wie sehr sich die Kinder nach ihren Freundinnen und Freunden sehnen. Ich weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder wieder täglich in der Kindertagesbetreuung gefördert werden. Und ich weiß, mit welchen Härten Eltern unter den derzeitigen Umständen zu kämpfen haben, um Familie und Beruf irgendwie gemeinsam hinzubekommen. Ich habe daher mehrfach öffentlich kritisiert, dass die Perspektive von Familien in der öffentlichen Diskussion zu kurz kommt. Gerade Familien mit jüngeren Kindern haben mit großem Verzicht Außergewöhnliches geleistet und entscheidend dazu beigetragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen. Wir können jetzt die Kindertagesbetreuung schrittweise wieder öffnen. Ich hätte mir dabei gewünscht, dass wir als Länder hier vom Bund schon früher grünes Licht bekommen hätten, denn ein Konzept lag vor. Umso wichtiger ist es, jetzt keine Zeit zu verlieren, um die weiteren Öffnungsschritte zügig einzuleiten. Bei allen Schritten müssen wir allerdings bedenken, dass wir mit jüngeren Kindern die Abstandsregeln nicht einhalten können. Im Gegenteil: Sie brauchen Nähe und Geborgenheit. Darum haben wir ein Konzept entwickelt, wie mit kleineren Gruppen Hygieneregeln eingehalten werden können und ein verantwortbarer Umgang in  den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege möglich ist.  Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass uns momentan viele Fachkräfte fehlen, die zur Risikogruppe gehören. Die Träger von Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegestellen müssen derzeit mit landesweit über 20 Prozent weniger Personal arbeiten. Wir haben also insgesamt durch die kleineren Gruppen einen höheren Betreuungsaufwand bei deutlich weniger Personalressourcen. Deswegen können in den nächsten beiden Öffnungsschritten noch nicht alle Kinder berücksichtigt werden. Wir haben nach vielen intensiven Beratungen mit Kommunen, Trägern, Verbänden der Kindertagespflege, Gewerkschaften und Landeselternbeirat Kriterien festgelegt, mit denen wir bei der stufenweisen Öffnung vorgehen. Wir haben die Vorschulkinder besonders berücksichtigt, um ihnen einen guten und geordneten Übergang aus ihrer Kita-Zeit zu ermöglichen. Ebenso möchten wir allen Kindern, die das zweite Lebensjahr vollendet haben, die Möglichkeit geben, wieder in ihrer Kindertagespflegestelle betreut zu werden. Auch hier wollen wir genug Zeit für einen geordneten und liebevollen Übergang in die Kindertageseinrichtung schaffen. Darüber hinaus nehmen wir Kinder mit Behinderungen in den Blick. Diese Kinder haben oftmals erhöhten pädagogischen Förderbedarf und brauchen darüber hinaus Therapien, die vielfach in der Kindertagesbetreuungseinrichtung erbracht werden. Ich weiß, dass ich viele Familien enttäusche, die durch die Öffnungsschritte noch nicht entlastet werden. Manche hätten sich lieber ein tage- oder stundenweises Konzept gewünscht, das dann noch mehr Kinder eingebunden hätte. Wir haben dies mit den Trägern intensiv diskutiert, sind aber in der Abwägung zu dem gemeinsamen Ergebnis gekommen, dass nur wenige Stunden an wenigen Tagen den Familien nur wenig hilft, während wir mit dem gewählten Schritt zunächst für die Kinder, die sich in einem Übergang befinden, eine echte Betreuung ermöglichen können.  Es haben mich auch Zuschriften erreicht, die gefordert haben, die Entscheidung den Kitaleitungen vor Ort zu übertragen. Dies wäre für mich vielleicht der bequemste Weg gewesen. Aber auch hier haben wir auf ausdrücklichen Wunsch der Träger den gemeinsamen Entschluss gefasst, die Entscheidung, wer kommen darf und wer nicht, nicht auf die Kitaleitungen abzuwälzen und im ganzen Land gleich vorzugehen. Darum öffnen wir in Schritten. Im Juni wollen wir einen weiteren Öffnungsschritt vollziehen, bei dem alle Kinder einbezogen werden. In welchem Umfang dies möglich ist, können wir heute noch nicht präzise voraussagen. Das wird davon abhängen, wie viele Fachkräfte in der Kindertagespflege und in den Einrichtungen zur Verfügung stehen und ob weitere wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen auch wieder größere Gruppen zulassen. Es wäre unfair, Ihnen heute Versprechen zu geben, die nicht eingehalten werden können. Ich verspreche Ihnen aber, dass ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin fortlaufend unsere Konzepte weiterentwickeln werde, um so schnell wie möglich und verantwortbar allen Kindern wieder ihre Kindertagesbetreuung zu ermöglichen. Ich weiß, dass wir Ihnen viel zumuten. Gleichzeitig hoffe ich, dass ich Ihnen erläutern konnte, warum wir diesen Weg der schrittweisen Öffnung gehen. Ich bitte um Ihr Verständnis und wünsche Ihnen, Ihren Familien und uns  allen Kraft und Gesundheit für die nächsten Wochen.

Herzliche Grüße

Ihr

Dr. Joachim Stamp

Der Minister